Das Logo von BlackAndWhite zeigt die Flaggen Kenias und Deutschlands über zwei Händen, die sich in der Mitte zur Begrüßung reichen. Die linke, weiblich Hand trägt ein farbenfrohes Armband und symbolisiert Kenia, die rechte, männliche Hand ist in einem dunklen Anzug dargestellt und steht für Deutschland. Über den Händen steht der Schriftzug ‚BLACKANDWHITE‘, darunter ‚PAMOJA‘. Das Motiv vermittelt Zusammenhalt und Partnerschaft.

LITERATUR/QUELLEN

BLACKANDWHITE e.V. (in Gründung)

Das Logo von BlackAndWhite zeigt die Flaggen Kenias und Deutschlands über zwei Händen, die sich in der Mitte zur Begrüßung reichen. Die linke, weiblich Hand trägt ein farbenfrohes Armband und symbolisiert Kenia, die rechte, männliche Hand ist in einem dunklen Anzug dargestellt und steht für Deutschland. Über den Händen steht der Schriftzug ‚BLACKANDWHITE‘, darunter ‚PAMOJA‘. Das Motiv vermittelt Zusammenhalt und Partnerschaft.
1) Drought kept more than 2 million children out of school

Zusammenfassung: 

Dieser Bericht beleuchtet, wie die anhaltende Dürre in Kenia dazu führt, dass Millionen Kinder nicht (mehr) zur Schule gehen können – mit gravierenden Folgen für Bildung, Ernährung und Zukunftsperspektiven. Bei Wiedereröffnung der Schulen im Januar 2023 waren es über 3,5 Mio. Kinder. Besonders betroffen sind Regionen mit Wasser- und Nahrungsmangel. Die fehlende Bildung verschärft die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der betroffenen Familien.

2) Turkana children leave schools in search of food

Zusammenfassung:

Ein Blick auf Turkana zeigt, wie Kindesbildung durch Hunger und Migration bedroht ist: Kinder verlassen die Schule, um essen zu finden. Mädchen und junge Frauen sind besonders gefährdet, z. B. durch frühe Heirat. Hunger und Migration führen zu einem Teufelskreis von Bildungsdefiziten und Armut. 

3) Hunger, malnutrition Turkana

Zusammenfassung:

In der entlegenen Region Turkana kämpfen Familien zunehmend mit Hunger und Unterernährung – ein Zustand, der Leben und Bildungserfolge massiv gefährdet. Die Dürre dezimiert Ernten und Viehbestände, Kinder sind besonders betroffen. Gesundheitssysteme und Hilfsprogramme stehen unter Druck, während der Zugang zu Wasser und Nahrung unzureichend bleibt.

4) Turkana woman birth 7th child survives by drinking boiled water – Hakuna Chakula

Zusammenfassung:

Die Erzählung einer Turkana-Mutter macht sichtbar, wie existenzielle Mangelernährung und Versorgungsnöte in einer der am stärksten betroffenen Gegenden Kenias Alltag sind. Eine Turkana-Mutter überlebte die Geburt ihres siebten Kindes nur dank abgekochtem Wasser. Die Geschichte verdeutlicht die extremen Ernährungs- und Hygienesituationen in der Region und macht sichtbar, wie prekär Alltag, Geburtshilfe und Nahrungsversorgung sind. Der Ausdruck „Hakuna Chakula“ (Swahili für „kein Essen“) unterstreicht die Ernährungsnot der Familie.

5) Turkana County – 2024 Long Rains Food and Nutrition Security Assessment Report

Zusammenfassung:

Der Bericht analysiert die Wasser- und Ernährungssicherheit in Turkana County nach der Regenzeit März–Mai 2024. 
Nach der Regenzeit 2024 hat sich die Versorgungslage in Turkana County leicht verbessert: mehr Grünflächen, bessere Milchproduktion und leichte Erntegewinne. Trotzdem bleiben viele Familien von Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung betroffen, insbesondere Kinder. Die akute Unterernährung (GAM) ging von 26,4 % auf 21,8 % zurück, liegt aber weiterhin über dem Notstandsschwellenwert. Insgesamt wird Turkana County im IPC-System weiterhin als „Crisis“ (Phase III) eingestuft – d. h. erhebliche Ernährungskrisen bestehen fort.

Hauptursachen:

Dürrefolgen der Vorjahre, unzureichende Einkommensquellen, begrenzter Zugang zu Wasser und Nahrungsmitteln. 
Der Bericht empfiehlt gezielte Nahrungsmittel- und Nicht-Nahrungsmittel-Interventionen, etwa Wasserversorgung, Schulernährungsprogramme und Unterstützung für Viehhalter.

6) GIZ – Ernährungssicherheit in Marsabit und Turkana (2023) 

Zusammenfassung: 

Der Bericht untersucht die Ernährungssicherheit in den beiden kenianischen Landkreisen Turkana County und Marsabit County. Es wird gezeigt, dass die Haushalte zunehmend vom Vieh-, Weide- und Wasserverlust betroffen sind, was zu einem Verlust traditioneller Ernährungsgrundlagen führt (z. B. tierische Proteine). Viele Familien weichen auf weniger ernährungsreiche Nahrungsmittel aus, was insbesondere Frauen im gebärfähigen Alter und Kleinkinder stark gefährdet. Der Bericht zieht Lehren aus bisherigen Maßnahmen, betont die Bedeutung von resilienteren Ernährungssystemen, Wasser- und Weideinfrastruktur sowie einer stärkeren Integration von Landwirtschaft und Ernährungssicherheit.

Die GIZ zieht Lehren aus Projekten zur Ernährungssicherung in Turkana und Marsabit. Der Bericht zeigt, wie Dürre, Wasserknappheit und der Verlust von Vieh die Ernährung gefährden – besonders bei Frauen und Kindern – und betont die Notwendigkeit nachhaltiger, klimaresilienter Ernährungssysteme. 

7) NDMA – Turkana County Short Rains Assessment 2023

Zusammenfassung:

Der Bericht dokumentiert die Situation nach den sogenannten Short Rains (kurze Regenperiode) 2023 in Turkana County. Es werden Angaben gemacht zur Verfügbarkeit von Nahrung und Vieh, zur Unterernährung, zur Wasserversorgung und zu Einkommensquellen. Trotz einiger Verbesserungen bleibt die Ernährungssicherheit stark gefährdet: Viele Haushalte haben geringen Zugang zu ausreichend nahrhaften Lebensmitteln und Wasser; Viehbestände sind durch klimatische Stressfaktoren und Krankheiten beeinträchtigt. Der Bericht empfiehlt koordinierte Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährung, der Wasser- und Weideinfrastruktur sowie zur Unterstützung vulnerabler Gruppen. 

Trotz etwas besserer Bedingungen nach den kurzen Regenfällen bleibt die Ernährungssituation in Turkana kritisch. Viele Familien leiden unter Nahrungs- und Wassermangel, Viehverluste und Krankheiten verschärfen die Lage.

8) ILO – Kinder außerhalb des Schulsystems in Kenia (2024)

Zusammenfassung: 

Der Bericht analysiert auf mikroskopischer Ebene Faktoren, die verhindern, dass Kinder in Kenia zur Schule gehen („out-of-school children“). Es wird eine Schätzung angegeben, dass rund 1,7 Mio. Kinder in Kenia nicht regulär zur Schule gehen. Zu den Hemmnissen zählen unter anderem wirtschaftliche Belastungen der Familien, Kinderarbeit, Migration, ungeeignete Infrastruktur sowie mangelnde Ernährung. Der Bericht stellt heraus, dass Bildung und Ernährung eng miteinander verknüpft sind: Schlechte Ernährung und Armut erhöhen das Risiko, dass Kinder die Schule nicht besuchen. Er empfiehlt intersektorale Ansätze, um Zugang zu Bildung und Ernährung gemeinsam zu verbessern.