Das Logo von BlackAndWhite zeigt die Flaggen Kenias und Deutschlands über zwei Händen, die sich in der Mitte zur Begrüßung reichen. Die linke, weiblich Hand trägt ein farbenfrohes Armband und symbolisiert Kenia, die rechte, männliche Hand ist in einem dunklen Anzug dargestellt und steht für Deutschland. Über den Händen steht der Schriftzug ‚BLACKANDWHITE‘, darunter ‚PAMOJA‘. Das Motiv vermittelt Zusammenhalt und Partnerschaft.

GALLERY KIRCHENCHOR

BLACKANDWHITE e.V. (in Gründung)

Das Logo von BlackAndWhite zeigt die Flaggen Kenias und Deutschlands über zwei Händen, die sich in der Mitte zur Begrüßung reichen. Die linke, weiblich Hand trägt ein farbenfrohes Armband und symbolisiert Kenia, die rechte, männliche Hand ist in einem dunklen Anzug dargestellt und steht für Deutschland. Über den Händen steht der Schriftzug ‚BLACKANDWHITE‘, darunter ‚PAMOJA‘. Das Motiv vermittelt Zusammenhalt und Partnerschaft.
Ein musikalischer Blick nach Oyugis

Vor diesen Videos möchten wir Sie kurz mitnehmen nach St. Peters Catholic Parish in Oyugis – Patricias Heimatgemeinde und Schauplatz eines sechs Stunden langen Wettkampfs regionaler Kirchenchöre. Patricia war natürlich ganz in ihrem Element: Sie kennt viele der Sängerinnen und Sänger persönlich – Marktfrauen, Handwerker, Verkäufer – Menschen, die mit unglaublicher Energie und Freude ihre Stimmen erheben.

Achim hat sich tapfer bemüht, die gesamte Veranstaltung auf den harten hölzernen Kirchenbänken auszuhalten – sein eher wenig gepolsterter Mzungu-Popo wurde dabei auf eine echte Belastungsprobe gestellt. Die Chormitglieder von St. John Oyugis hatten jedenfalls ihren Spaß daran.

Die Videos haben zwar keinen direkten Bezug zu unserem Projekt, aber sie geben einen wunderbaren Eindruck von der musikalischen Vielfalt, der Lebensfreude und der Gemeinschaft, die hier jeden Tag gelebt wird. Viel Freude beim Anschauen!

Oyugis St Anthony Chruch Choire
Oyugis St Francis from Assisi
Oyugis St John Oyugis 1
Oyugis St Martins Ojwando Choire
Oyugis St Peter Winner
Funeral Uncle Patricia

Onkel Asiago 

In meiner Gemeinde und vielen anderen feiern wir die Meilensteine des Lebens: Geburt, Erwachsenwerden und Tod. Traditionell versammelten wir uns, fasteten und weinten, wenn jemand starb, und trauerten um ihn. Dazu gehörte auch, den Leichnam aus der Leichenhalle abzuholen und ihn in einer Prozession nach Hause zu bringen. 

Doch die Zeiten haben sich geändert. Wir haben verstanden, dass der Tod unausweichlich ist, und unsere Herangehensweise hat sich gewandelt. Wenn uns heute ein geliebter Mensch verlässt, kommen wir zusammen, um sein Leben zu feiern, Geschichten zu erzählen, zu beten, zu singen („Er ist auferstanden“) und um den Sarg zu tanzen. Wir trösten die trauernde Familie mit tröstlichen Liedern und schönen Erinnerungen. Es geht nicht darum, den Schmerz zu vergessen, sondern Kraft in der Gemeinschaft zu finden. Pamoja. 

Am Grab erlauben wir uns zu trauern, doch selbst dann leiten uns Musik und Lobgesänge durch den Schmerz. So haben wir gemeinsam mit Achim auch das Leben meines Onkels Asiago mit Liebe, Tanz und der Feier eines erfüllten Lebens geehrt. Möge seine Seele in Frieden ruhen. 

Patricia Nyanchama Makori, 2025